Albin Bruns
NAH Quartett / Trio
presse
PRESSE

ZALP

„Hammerschön“.

Zeitlupe

„Geniale Weltreise“.

Musicframes (NL)

„It’s such a great and special record!“

Kulturmagazin 041

„Das Beste vom Feinen servieren uns die vier Musiker“.

Exit Music

„... von stiller Schönheit“.

Neue Luzerner Zeitung

„… zeigt, wie locker und berührend Volksmusik sein kann“. (pdf-Datei)

Jazz’n’more

„Brun hat was zu sagen und was er sagt, hat Hand und Fuss. Aber nicht nur - auch Köpfchen“.

KuL – Kultur in Liechtenstein

„Innere Verbundenheit kennt kein Nah und Fern“. (CD des Monats).

Kulturtipp (CH)

„…überzeugt durch Entschleunigung“.

Jazzpodium (D)

„Dem Schweizer Jazz erschliesst das Quartett eine gänzlich neue Dimension“.

Concerto (A)

„Ein musikalisch-künstlerisch schillerndes Album“.

Jazzthetik (D)

„Die 15 Kompositionen öffnen der alpinen Musik viele neue Türen“.

WDR 3 (D)

„Ein lebendiges Klangfarbenspiel“. (CD der Woche)

KuL – Kultur in Liechtenstein

„Prädikat: Einfach genial.“ (CD des Monats)

NZZ

„...alles fügt sich unaufgeregt und sehr musikalisch zueinander... wunderbar spielen die drei Musiker zusammen“.

zalp

„Gopfertami, das ist einfach genial schöne und intelligente Musik!“

DRS 2  „Musikmagazin“

 „...eine wirklich hinreissende Musik“.

Kulturmagazin

„ Albin Brun hat die fremd gewordene Schönheit alpiner Musik für die Post-Réduit-Generation neu ins Bewusstsein geholt.“

Schweizer Familie

„Berauschend“

Neue Luzerner Zeitung

„So wortspielerisch die Stück-Titel daherkommen, so originell nimmt sich diese Musik aus, die sich da und dort inspiriert, um am Ende ganz bei sich, beim Eigenen anzukommen.“

Radiomagazin

„… zuweilen scheint es, als sei dem Örgeli ein zweiter Balg gewachsen zum klagenden Bandoneon.“

Süddeutsche Zeitung

„…Gerade weil die Auswärtigen die hervorragendsten Konzerte gegeben haben, zuvorderst Albin Bruns NAH Trio aus der Schweiz.“

Der Bund

„…wird allem voran Albin Bruns NAH Trio als Glanzlicht scheinen“.

Kulturmagazin

Best of 2006 - CDs Jazz  Zentralschweiz

1. Albin Brun’s NAH Trio: „NAH-Aufnahmen“

2. Peter Schärli: „Hot Peace“

3. Koch-Schütz-Studer : „Tales from 30 Unintentional Nights“

Neue Luzerner Zeitung

„Wenn der Luzerner Musiker Albin Brun mit seinem NAH Trio das Schwyzerörgeli erklingen lässt, wird man sich unweigerlich glücklich fühlen.“

NZZ

„Eine der herausragendsten Platten der «neuen Schweizer Volksmusik» der letzten 15 Jahre.“

Apero

„In raffinierter Schlichtheit, ungekünstelter Ehrlichkeit, unprätentiös und einfach gut“.

Der Wind säuselt allerort

Albin Brun ist oft unterwegs, nicht nur am Pilatus, seinem Heimberg, auch auf den Lofoten, in der Bretagne, in Kairo, an der ligurischen Küste, in Weissrussland, in Namibia und in der Seebadi Luzern. An allen Orten säuselt der Wind ihm und seinem Schwyzerörgeli Musikalisches zu. Sein Foto- und Musikalbum "Wegmarken" nennt er selber "eine persönliche Volksmusik entlang der eigenen Biografie, in der sich 'das Alpine' mühelos mit östlichen und südlichen Einflüssen verbindet". Das albinös brunsche Örgeli ist wohl eines der vollatmigsten und luftigsten im ganzen Land, egal ob der Sturm fegt, der Hagel prasselt, der Niesel wehmüetelet. Es kann dröhnend seufzen, leichtfüssig tanzen, kann flehend sinnieren, klangvoll poltern - alle Schranken von Jazz, Volks- und Weltmusik überfliegend. Albins langjährige Freunde Andy Gabriel, Marc Unternährer und Andy Aegerter an der Geige, der Tuba und den drums schmieren massig Senf dazu. Hammerschön.

Laurentia Nussbaum

Zalp

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Geniale Weltreise in Ton, Wort und Bild

Diese musikalische Weltreise klingt lange nach. Komponist Albin Brun am Schwyzerörgeli - dem "Swiss Diatonic Folk Accordion" - und am Sopransax führt uns durch ganz Europa und Teile der weiten Welt - mit hinreissenden, intelligenten Stücken. Zwischendurch kehrt er in seine Zentralschweiz zurück und erfreut uns mit Neuinterpretationen unserer Musiktraditionen, die er auch mit so vertrackten Rhythmen versieht, dass man sich in "Xeehadi ide Seebadi" mit einem Knoten in den Tanzbeinen in den Vierwaldstättersee stürzen möchte. Eindrücklich auch Bruns Begleiter Andy Gabriel (Violine), Andy Aegerter (Schlagzeug) und Marc Unternährer an der Tuba. Der schwerfällige Blechmusikbass tönt bei ihm federleicht und gibt der Musik doch festen Boden. Das CD-Booklet ist auch ein kleines Foto/Textbuch, und Albin Bruns Verse sind so witzig wie seine Kompositionen.

Martin Hauzenberger

Zeitlupe

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Music from Switzerland is hard to find on album reviews. That’s why we have some attention for a remarkable recording by Albin Brun. A multi talented musician from Switzerland. Accordion and saxophone player who works with several projects like his duo with Isa Wiss and the Alpin Ensemble. His NAH Quartett is a walking voyage through the Alps with a wide musical folk view. So the music on ‘Wegmarken’ (Road Marks) is a Swiss orientated with a few musical trips. Brun plays the schwyzerorgeli, diatonic accordion, which is (lovely) accompanied by the tuba which plays the bass lines (in Canto di Levanto he also plays the theme and solo). These two instruments are the basic of the NAH Quartett which is completed by violin and drums (percussion). The music has an unequivocally Swiss danceable feel. Above all, there are some links to the Breton, Italian and Belarus folk which adds a lyrical and melancholic mood. Easy melodies with sometimes humorous and clownesque antics. But there’s more. Like the Oriental El Hama Café, the tango feel in I d’Wiiti (solo piece on the schwyzerorgeli) or the North Brazilian Forró for A, completed with the triangle which is so characteristic for the forró from Pernambuco. Albin Brun shows you the way with ‘Wegmarken’ to the cross roads where Swiss music and world folk come together. A road which is hard to find finally: but that's why it’s such a great and special record!

Mattie Poels

Musicframes (NL)

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EINE VOLKSMUSIK-BIOGRAFIE

Das Beste vom Feinen servieren uns die vier Musiker von Albin Bruns NAH Quartett mit ihrem dritten Album "Wegmarken".  Es ist ein buntscheckiges, wunderbar leichtfüssiges und seelenvolles Sammelsurium all dessen geworden, was Albin Brun auf seinen Reisen und seinem Unterwegssein in der Natur musikalisch inspiriert hat, und ist in seinen Worten "eine persönliche Volksmusik entlang meiner eigenen Biografie". Im Booklet wird jedes Stück, jeder Erinnerungsort mit Fotos und kurzen Texten gewürdigt. Bruns Kompositionen haben viel Emotion, ohne rührselig zu werden. Alpine, südliche und östliche Volksmusik tänzeln mit und die Vertrautheit mit Jazz und Improvisation hält die Musik keck. Albin Brun (Schwyzerörgeli, Sopransax), Marc Unternährer (Tuba), Andy Gabriel (Violine) und Andy Aegerter (Drums) und Gastsänger Christian Zehnder wissen die Wegmarken so zu setzen, dass sich auch Aussenstehende im Gelände zurechtfinden und sich davon berühren lassen können.

Pirmin Bossart

Kulturmagazin 041

Die Wurzeln im Boden, den Kopf im Wind

Bodenständig weltläufig: Albin Brun und sein Quartett amalgamieren die unterschiedlichsten Stile zu aufregend-unaufgeregten Stücken, mit denen sie das Fremde zur Heimat machen.

Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht eine neue Gruppe vorgestellt wird, die die heimische Volksmusik neu interpretiert und die – Überraschung, Überraschung – mit ethnischer Musik anderer Länder kreuzt. Albin Brun ist keiner, der mit seiner Melange noch schnell auf den Zug aufgesprungen ist. Er wandelt schon lange zwischen Jazz und Neuer Volksmusik und mischt mit der Interkantonalen Blasabfuhr schon seit den 90er-Jahren Freejazz und Marschmusik. Vor wenigen Jahren verschmolz er die Musik seines Alpin Ensembles mit den Klängen eines weißrussischen Frauentrios.

Jetzt legt er seine “Wegmarken” vor. Diese findet er erwartungsgemäß nicht nur in der Heimat, sondern auf dem Balkan ebenso wie im arabischen Raum, in Frankreich, Brasilien oder im südlichen Afrika. Albin Brun geht es jedoch nicht darum, möglichst viele Stile aufzugreifen. Es geht ihm also nicht um oberflächliche Originalität, sondern um Empfindungen – und das spürt man durchweg. Albin Brun interpretiert nicht fremdländische Musik, sondern eignet sich einzelne Elemente an, um Stimmungen zu kreieren, um seine Gefühle und Impressionen auszudrücken. “Die Wurzeln im Boden, den Kopf im Wind”, beschreibt er es selbst.

Hinter jedem Stück steht eine persönliche Erinnerung. Dass er diese erklärt, ermöglicht einen kurzen Blick auf die Person. Das ist schön, aber letztlich von geringer Bedeutung. Denn die Kompositionen sprechen für sich selbst. Sie sind von stiller Schönheit und selbst dann noch unaufgeregt, wenn es ausgelassen oder jazzig wird.

TheNoise

Exit Music

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Ein klingendes Fotoalbum nennt Albin Brun seine "Wegmarken". Seit Jahren ist der Luzerner im Forschungsgebiet zwischen Jazz und Volksmusik zu beobachten. Wir erinnern uns gut an ein eindrückliches Konzert auf der Willisauer Bühne u.a. mit dem Geiger Tobias Preisig und dem Stimmkünstler Christian Zehnder, der auch hier auf einem Stück mit dabei ist. Keine Frage: Brun hat was zu sagen und was er sagt, hat Hand und Fuss. Aber nicht nur - auch Köpfchen. (...)

Jazz’n’more

Innere Verbundenheit kennt kein Nah und Fern

Mittlerweile dürften auch weniger aufmerksame Ohren das zunehmende Interesse an den klanglichen Wurzeln der Musik des Alpenraumes mitbekommen haben. In Österreich, Deutschland, Liechtenstein und der Schweiz sind zeitgenössische Musik- und Klangschaffende damit beschäftigt, ihr musikalisches Erbe weiterzutragen, traditionelle Elemente an- und umzudeuten, in neue Kontexte zu setzen. Der Heimatbegriff bezieht sich dabei längst auf den gesamten Planeten, der durch Reisen in fremde Länder und global verfügbare Medien auch klanglich erforscht wird - kein Wunder, fliessen die unterschiedlichsten Musiken der Welt in diese neue "Volks Musik" ein. In der Schweiz gehört Albin Brun (Schwyzerörgeli, Sopransax) zu den Ersten, die in den 1980-ern den konsequenten Blick über den musikalisch-kulturellen Tellerrand hinaus wagten: Erst mit der Interkantonalen Blasabfuhr, seit 2005 unter anderem mit seinem NAH Trio (gemeinsam mit Andy Aegerter, Drums, und Marc Unternährer, Tuba). Dieses wurde mit Andy Gabriel (Violine) für das dritte Album nun zum NAH Quartett. (Als Gast verbindet Stimmkünstler Christian Zehnder Obertongesang und Jodelkunst.) Geprägt durch ihre Herkunft und inspiriert durch getane Reisen, macht sich die Formation auf den Weg um die Welt, setzt ihre "Wegmarken" unter anderem in Italien, Frankreich, Weissrussland, Norwegen und im arabischen Raum. Und auch auf ihre unmittelbare Umgebung werfen die vier einen interessierten Blick. Ob es nun ins "El Hama Café", auf den Friedberg, in die Savanne Namibias oder "I d Wiiti" geht: Tonal und rhythmisch freudig-ausgelassene Abwege und melancholische Weiten überwinden Empfindungsbegriffe von "fern" zu "nah". Und Dank des wunderbar gestalteten Booklets wird "Wegmarken" zum klingenden Fotoalbum, zu einer Art musikalischen Hommage an unsere Verwobenheit in die Vielfalt der Kulturen der Erde.

Denise Kronabitter

KuL - Kultur in Liechtenstein (FL)

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Klingendes Fotoalbum

Der Luzerner Saxofonist und Schwyzerörgeler Albin Brun ist ein umtriebiger Musiker und Komponist. Seine Ideen zwischen Volksmusik und Jazz sprudeln so reichhaltig, dass er sie mit mehreren Formationen umsetzt - und regelmässig auch CDs vorlegt. Sein neuester Streich überzeugt aber durch Entschleunigung. Das Album "Wegmarken" versammelt über Jahre entstandene Erinnerungen, die Brun zum "klingenden Fotoalbum" bündelt. Die 15 Kompositionen klingen nach Innerschweiz und Bretagne, nach Ligurien oder Kairo. Das Klangspektrum öffnet sich entsprechend weiter als bei den meisten bisherigen Programmen. Hierfür hat er sein bestehendes NAH Trio um den Geiger Andy Gabriel zum Quartett erweitert. Einmal jodelt und näselt auch Vokalist Christian Zehnder mit. "Wegmarken" sind zum bunten Klangreigen geworden, der Sonne und ferne Düfte vermittelt.

Frank von Niederhäusern

Kulturtipp

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"Leben ist Bewegung", schreibt Albin Brun im Booklet dieser CD, auf der er das "Schwyzerörgeli" die Schweizer Variante des diatonischen Akkordeons, und das Sopransaxophon spielt. Er sieht "Wegmarken" als eine Art klingendes Fotoalbum - mit Erinnerungsfotos an inspirierende Reisen und Orte. Die Stücke sind Stimmungsbilder und Nachklänge an musikalische Kulturen und Naturerlebnisse in verschiedenen Gegenden der Welt. Einen Sommer verbrachte er auf den Lofoten, ein Ornithologen-Ehepaar begleitet er auf deren Hochzeitsreise 100 Kilometer zu Fuss durch Lappland. Die musikalische Quintessenz ist "Andernvals". Andere Titel sind der Bretagne, Ägypten, der ligurischen Küste, Belarus, Lateinamerika, den friesischen Inseln und Namibia gewidmet. Für viele Titel müsste der Begriff "imaginäre Folklore" erfunden werden, wenn es diesen nicht bereits gäbe. Der Schweizer Bergwelt und seiner Heimatstadt Luzern widmet Brun gleich mehrere Reminiszenzen. "Glisch d' Atun" ist ein beeindruckendes Solo auf dem Schwyzerörgeli. Die Rückbesinnung auf die Wurzeln der europäischen Volksmusik passiert hier ohne jede Volkstümelei, ohne jeden Nationalismus, ohne jede Historisierung. Liebe zur Heimat manifestiert sich ohne billige Heimattümelei, unter Einbeziehung durchaus jazziger Spielweisen und Harmonien. Der Geiger Andy Gabriel, bekannt von den Helvetic Fiddlers, erweitert das Trio zum Quartett und lässt die weitgehend vergessene Tradition der Schweizer Tanzmusik des 19. Jahrhunderts wieder aufleben. Neue Volksmusik? Warum nicht? Dem Schweizer Jazz erschliesst das Quartett eine gänzlich neue Dimension.

Rainer Bratfisch

Jazzpodium (D)

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Wie international sich die Schweiz auch ohne EU-Europa fühlt, ist nicht nur den AuslandsbeobachterInnen bewusst, sondern zeigt sich an Hand der reisefreudigen KünstlerInnen und ihren vielsprachigen Beziehungen; zu ihnen zählt Albin Brun auf "das" Schwyzerörgeli (engl. Swiss Diatonic Folk Accordion). Mit seinem NAH Quartett legt er nicht nur ein musikalisch-künstlerisch schillerndes Album vor, auch das begleitende Booklet erklärt viele assoziative "Anschlüsse", wie die einzelnen Stücke in ihrem landschaftlichen und persönlichen Kontext zu lesen sind und tieferes Verständnis finden. Es geht um die Menschen, KünstlerfreundInnen, wie jene aus Belarus oder Ägypten ("El Hama Café"), wie um Luca aus der Bar da Brigida an der Ligurischen Küste. Wir hören das Jodeln Christian Zehnders im "Winter", bewegen uns mit dem Schwyzerörgeli in die Dünen der friesischen Inseln, in die Wüsten von "Namib" ebenso wie in die Weiten der Berggipfel. Melodienreichtium, "s(ch)wingige" Arrangements, in denen Violine und Tuba die Harmonien des Bandleaders farbig anreichern, Andy Aegerter seine rhythmischen Striche zieht. Da liegt Albin Bruns Welt plötzlich ganz NAH.

Thomas Hein

Concerto (A)

Ein Akkordeon und ein Streichinstrument stehen auch im Mittelpunkt von "Wegmarken", der neuen CD von Albin Brun. Der auch als Saxofonist bekannte Schweizer, der schon vor Jahren vieles von dem vorweggenommen hat, was derzeit als Alpenjazz bunte Blüten treibt, setzt hier fast ausschliesslich auf die Schweizer Variante des diatonischen Akkordeons mit dem unschlagbaren Namen Schwyzerörgeli. Brun hat sein NAH Trio mit Marc Unternährer (tuba) und Andy Aegerter (dr) durch den Geiger Andy Gabriel ins NAH Quartett verwandelt und gewinnt dadurch zusätzliche Farben hinzu, um sein "klingendes Fotoalbum" (Booklettext) adäquat zu bebildern. Die 15 Stücke des Weitgereisten führen den Zuhörer auf die Lofoten, in die Bretagne, nach Kairo, Ligurien, Minsk, auf Wangerooge und nach Namibia und öffnen der alpinen Musik viele neue Türen.

Jazzthetik (D)

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CD der Woche -  Albin Bruns NAH Quartett "Wegmarken"

Es gibt nicht wenige Schweizer Musiker, die sich zu ihren Wurzeln bekennen und ganz ungezwungen mit Elementen der Volksmusik arbeiten. Der Luzerner Musiker Albin Brun ist einer von ihnen. Auf seiner neuen CD "Wegmarken", das er mit seinem Quartett aufgenommen hat, spielt er überwiegend das Schwyzerörgeli, einer Variante des diatonischen Akkordeons. Auch der Rest von Bruns Quartett ist mit Geige, Tuba und Schlagzeug ungewöhnlich besetzt. Und auch die Stilistik, eine Mixtur aus Jazz, Volksmusik, mediterraner und arabischer Musik ist nicht ganz alltäglich. Bruns Kompositionen leben von poetischen Momenten, die sich mit tänzerischen Rhythmen abwechseln und ein lebendiges Klangfarbenspiel ergeben.

Jörg Heyd

WDR 3

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Kraftvolle Mehrspurigkeit im klanglichen Hochgebirge

Die neue CD „Fernsicht“ von Albin Brun’s NAH Trio eröffnet eine weitere Facette der musikalisch-offenen Liebe von Albin Brun (Schwyzerörgeli), Marc Unternährer (Tuba) und Andy Aegerter (Schlagzeug) zur Schweizer Volksmusik. Inspiriert von Musikkulturen rund um den Globus geht es allerdings „weniger um eine Erneuerung der Tradition, sondern vielmehr um die Suche nach einer eigenen, persönlichen Volksmusik im Spannungsfeld von Nähe und Ferne.“ Virtuos und äusserst kreativ schafft es das NAH Trio in seiner ungewöhnlichen Instrumentalbesetzung, auf vollkommen unprätentiöse Art und Weise, ein groovendes Netz aus melancholisch-getragenen, minimalistisch- und/oder jazzig-versch(r)obenen, improvisierten Elementen um den inneren, auditiv wahrnehmbaren Erdball zu spannen. Dabei wollen die Stücke einfach nicht in die Schublade „Worldmusic“ passen. Zu gut sind regionale, ost- und aussereuropäische und jazzig-freie Ingredienzen miteinander verwoben. Neben unkonventionellen Metren und dem Oszillieren zwischen Dur und Moll treiben sich die Musiker gerne auch in Gefilden ferner Tonalitäten herum. Dank des kompositorisch-konspiratorischen Feingefühls Bruns und seiner Mitmusiker – die Spielfreude des Trios ist selbst auf dem Tonträger deutlich hörbar – „sieht“ sich der Hörer folglich spannenden Klang-Rhythmus-Konstellationen gegenüber. So wird man nicht einfach nur mit einer traditionellen Appenzeller Mazurka im 3/4-Takt beschallt, sondern von einer zur „MazurkaTastrophe“ mutierten Kraft im 5/8-Takt heimgesucht, deren osteuropäische Melodik einem das Tanzbein kitzelt. Prädikat: Einfach genial.

Denise Kronabitter

KuL – Kultur in Liechtenstein
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Fernsicht

Vor drei Jahren veröffentlichte der Jazzsaxofonist Albin Brun mit seiner Formation NAH Trio eine erste CD. Der Titel „NAH-Aufnahmen“ wies darauf hin, dass da einer auf die Suche nach Naheliegendem geht. Brun spielt beim NAH Trio Schwyzerörgeli, und wird begleitet von Marc Unternährer an der Tuba und Andy Aegerter am Schlagzeug. Nun liegt die zweite CD mit dem Titel „Fernsicht“ vor. Schon auf dem schön gestalteten CD-Cover schweift der Blick von den abgebildeten Bassknöpfen des Schwyzerörgeli weit über Urirotstock und Blüemlisalpfirn bis zum Brunstock. Musikalisch öffnet sich der Horizont noch mehr: Brasilianische Forrò-Rhythmik, südosteuropäische Melodik, irische Erinnerungen und anderes mehr spielen in die Musik hinein. Nie bekommt man den Eindruck, dass da einer möglichst originell Versatzstücke zusammenbaut, um Effekte zu erzielen, alles fügt sich unaufgeregt und sehr musikalisch zueinander. Weder wird Schweizer Volksmusik demontiert, noch wird sie zwanghaft neu erfunden. Brun verweist denn auch selbst darauf, dass es ihm nicht um eine Erneuerung der Tradition, sondern um die Suche nach einer persönlichen Volksmusik im Spannungsfeld von Nähe und Ferne gehe. Albin Brun gibt seinen Stücken originelle Titel: witzig, zum Teil auch verrätselt. Gerne hört man Bruns sehnsüchtiger und doch geerdeter Musik zu, wunderbar spielen die drei Musiker zusammen, ständig wechseln sie ihre Rollen, die drei Instrumente stehen gleichberechtigt nebeneinander. Waren bei den „NAH-Aufnahmen“ gleich mehrere sehr eingängige Kompositionen dabei, bleiben einem aus „Fernsicht“ weniger Stücke sogleich im Gedächtnis haften. Ein organisches Ganzes ist Albin Brun und seinem NAH Trio aber auch mit seiner neuen CD gelungen.

Gabriela Schöb

NZZ

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Gopfertami, das ist einfach genial schöne und intelligente Musik!
Örgeli, Tuba und Schlagzeug spielen sich temporeich und tönezart entlang heimatlicher und globaler Musik, so, als sei dies sowieso nicht unterscheidbar. Der Uri Rotstock zmitzt auf dem Cover ist nicht Mittelpunkt der Welt, sondern Aussichtspunkt auf die Welt. Und die Menschen auf dieser einen Kugel sind mal traurig, mal lustig, mal beswingt, mal nachdenklich, mal wehmütig, mal verliebt. So zumindest berührt mich diese Musik.

Giorgio Hösli

zalp

 

Das Schwyzerörgeli – ein Instrument, das mir lange auf den Wecker ging. Ich fand es grässlich. Aber es ist etwas ganz anderes, wenn Albin Brun das Schwyzerörgeli spielt. Es ist eine ganz persönliche und wie ich finde, wirklich hinreissende Musik.

Roland Wächter

DRS 2 „Musikmagazin

Fern und weh

Albin Brun hat mit Alben wie „Pilatus“ oder „Pilatus-Suite“ die fremd gewordene Schönheit alpiner Musik für die Post-Réduit-Generation neu ins Bewusstsein geholt. Das gilt nicht minder für sein NAH Trio, bei dem das Schwyzerörgeli den Ton angibt. Die musikalischen Einflüsse integrieren auch Jazz und Volksmusik von jenseits helvetischer Grenzen, was mit dem zweiten Album „Fernsicht“ noch konsequenter umgesetzt wird: Eine eigene Musik jenseits von Ländler und World-Jazz, die beispielsweise eine traditionelle Appenzeller Mazurka mit südosteuropäischer Melodik verbindet, oder sich von Aufenthalten in Namibia oder Irland inspirieren lässt. In Dialogen mit den profunden Tuba-Melodien von Marc Unternährer und der subtilen Perkussion von Andy Aegerter entfaltet Brun eine neue Heimatmusik, die in die Ferne schweift, aber nah am Herzen bleibt. Die 14 Eigenkompositionen sind erfüllt von innigen und temperamentvollen Melodien. Eine transalpin eingefärbte Ländlerplatte, die nicht ländlert, sondern die Sehnsucht des Berglers in die Welt hinausträgt.

Pirmin Bossart

Kulturmagazin

Fernsicht bis nach Argentinien

Wie weit kommt man mit einem Schwyzerörgeli – diesem  eigenwilligen Instrument mit beschränkter Skala an Melodietönen und nur wenigen Basstönen? Weit, sehr weit, wenn man den Klängen von Albin Brun’s NAH Trio lauscht: Der Musiker aus Luzern startet bodenständig mit einer Mazurka aus dem Appenzell, macht Abstecher zu irischen, osteuropäischen Volksweisen, springt von Europa nach Afrika, von Dur zu Moll, von Ländlermusik zu Jazz und Tango. Mit von der Partie sind Marc Unternährer und Andy Aegerter –  musikalisch ebenfalls mit allen Wassern gewaschen: Tubist Unternährer spielt querbeet in Klein- bis Orchesterformationen, Schlagzeuger Aegerter ist als Auslandschweizer in Argentinien aufgewachsen und Tango Nuevo-erprobt. Das passt bestens zu Albin Bruns virtuoser Spielweise des Schwyzerörgelis. „Mit dem enormen Sehnsuchtspotential erinnert mich die Klangfarbe des Örgelis ans Bandoneon“, sagt Multi-Instrumentalist Brun und Gründer diverser weiterer Formationen. „Darum eignet es sich neben schnellen Tänzen auch überaus gut zum Spielen von langsamen, getragenen Melodien.“ Treffender kann man es nicht ausdrücken. (Bewertung: 5 Sterne)

Pia Seiler

Schweizer Familie

Spielend die Welt vereint

Einheimische Feinkost gabs am Samstag zur Saisoneröffnung im Kleintheater: Zu sehen und hören war die CD-Taufe von Albin Brun’s NAH Trio. Dabei wurde musikalisch der Zaun nicht zu eng gezogen, ja geradezu weit aufgemacht und viel Welt, Fremdes und Fernes mit offenen Ohren ins Eigene hineingelassen.

Eigental, Irland, Südafrika, Europas Südosten, eine taktmässig umgebastelte Mazurka aus der Sammlung Hanny Christen, eine ornithologische Hommage in Musikform mit brasilianischem Einschlag, Moll mit Dur verquickt in einer Mixtur von Alpinem und Afrikanischem – dies alles und noch viel mehr wird vom NAH Trio dargebracht. Und zwar in einer ungewohnten Instrumentierung, die der Musik an sich einen zusätzlichen Reiz verleiht.

So wortspielerisch die Stück-Titel wie „MazurkaTastrophe“, „Je Suisse Pas Africain“, „This And This In Disentis“ daherkommen, so originell nimmt sich diese Musik aus, die sich da und dort inspiriert, um am Ende ganz bei sich, beim Eigenen anzukommen. Und live bestens beim vielköpfigen Publikum, das sich auch am Spielwitz der drei erfreuen konnte.

Urs Hangartner

Neue Luzerner Zeitung

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Aus allen Winden

Als hätte sich Astor Piazzolla mit Django Reinhardt und Peter Zinsli auf dem Pilatus zur Stubete getroffen. Der Luzerner Albin Brun – von Haus aus Bläser in Jazzbands, Strassencombos und Theaterprojekten – überträgt das Jazztrio-Konzept auf die Ländlermusik. Das Piano ersetzt er durch sein Schwyzerörgeli, den Kontrabaß durch Marc Unternährers erdige Tuba, und die Drums bedient der argentinischstämmige Andy Aegerter mit Inbrunst. Des Trios NAH-Aufnahmen scheinen genährt von allen Winden, gereift in drei Klang-vollen Grinden und die steilen Pilatus-Flanken hinab lustvoll ins Unterland geschleudert. Folklore trifft auf Folk, stimmloser Jodel auf schwungvollen Jazz, und zuweilen scheint es, als sei dem Örgeli ein zweiter Balg gewachsen zum klagenden Bandoneon.

Frank von Niederhäusern

Radiomagazin

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Volksmusiktage im Fraunhofer Theater München

(…) Wie schon 2011 spielten heuer mehr nicht-bayerische Gruppen als früher. Allein: der Münchner fremdelt. Er will nur mehr vom Eigenen. Die Konzerte bekannter Gruppen waren wie immer schnell ausverkauft. Dabei waren die Volksmusiktage von jeher gedacht als Festival des Ungewöhnlichen, des Unkonventionellen, das in der Volksmusik stattfindet, auch des Abseitigen. Wenn man nun nur noch das goutiere, was innerhalb des Ungewöhnlichen zu Mainstream geworden ist, sei „das doch kein rechter Spirit“ mehr, sinnierte ein Gast in der Schwemme. Bachmaier, der Wirt, unkt nicht, hofft aber, dass das nicht einreisst.

Gerade weil die Auswärtigen die hervorragendsten Konzerte gegeben haben, zuvorderst Albin Bruns NAH Trio aus der Schweiz. Mit Schwyzerörgeli, Tuba und Schlagzeug spielt man eigene Kompositionen von Jazz-Volksmusik. Brun, gelernter Jazz-Saxophonist, schätzt beim Komponieren die ungeraden Taktarten und das Moll und lässt sich keinesfalls auf die I – IV – V – Harmonik der Schweizer Volksmusik beschränken; auch der Tuba kommt mal ein Melodiepart zu, und grössten Applaus gab es für das Impro-Solo auf Schlagzeug und Kleinperkussion.

Simone Hirmer

Süddeutsche Zeitung

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Aufbruch

An allen Ecken und Enden wird derzeit an der heimischen Volksmusik renoviert – eine Ahnung, wie der Stand des Fortschritts ist, liefert das Festival Urchix im Rüttihubelbad. Neben allerlei «Frechem» und «untypisch Typischem» wird allem voran Albin Bruns NAH Trio als Glanzlicht scheinen. Der Luzerner unterfüttert die Ländlermusik kraft seines Schwyzerörgeli mit jazzigen Improvisationen und anspruchsvollen Kompositionen.

Ane Hebeisen

Der Bund

  

Best of 2006 - CDs Jazz  Zentralschweiz

1. Albin Brun’s NAH Trio: „NAH-Aufnahmen“

2. Peter Schärli: „Hot Peace“

3. Koch-Schütz-Studer : „Tales from 30 Unintentional Nights“

4. Erb-gut: „Engurg“

5. Christy Doran’s New Bag: „Now’s The Time“

Kulturmagazin

 

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Längi Zyt mit dem Schwyzerörgeli

Wenn der Luzerner Musiker Albin Brun mit seinem NAH Trio das Schwyzerörgeli erklingen lässt, wird man sich unweigerlich glücklich fühlen.

Spätestens seit seinen wunderbaren Projekten, die er dem Luzerner Hausberg Pilatus gewidmet hat, wissen wir um die Affinität von Albin Brun zum Naheliegenden: Musik zu machen, die ihre Wurzeln nicht ins exotische Wunderland verlegt, sondern sozusagen im eigenen Garten findet. Mit dem NAH Trio hat Albin Brun diesen Fokus nochmals geschärft. Erstmals ist er ausschliesslich auf dem Schwyzerörgeli zu hören. Ländlermusik – Hilfe?

Nah und fern

Für Ländlermusik im herkömmlichen Sinn ist Multiinstrumentalist Albin Brun auf dem Örgeli technisch zu wenig virtuos und musikalisch ein zu offener Geist. Auch die Besetzung des NAH Trios ist mit Tuba und Schlagzeug nicht wirklich Ländler-konform: Marc Unternährer (Tuba) untermauert Albins Örgeli-Fantasien mit markant und schön mäandrierenden Linien, während Andy Aegerter die bodenständige Sangeslust der beiden perkussiv passend begleitet. Nach dem Auftritt auf dem Stanserhorn im Rahmen der Stanser Musiktage lud das NAH Trio am Samstagabend das Publikum zur CD-Taufe ins Kleintheater, Luzern. Ein vertrauter Boden für Albin Brun, hatte er doch letztes Jahr schon die Produktion zur Neueröffnung des Kleintheaters musikalisch begleitet. Das Trio spielte einen Grossteil der 17 Kompositionen, die auf der CD „NAH-Aufnahmen“ zu hören sind. Als Albin Brun nach der Pause sein Örgeli vom Stecker nahm und nur noch akustisch spielte, war die Premiere auch klanglich perfekt.

Die NAH-Musik hat einen besonderen Geschmack, der einem gleichzeitig nahe geht und einen in die Ferne führt. Sie ist heiter und lüpfig, aber auch zart und melancholisch. Vor allem entspricht sie nicht den Klischees. Wo sie mit einem lüpfigen Tanz das Muotatal assoziiert oder den „Haslibärger“ intoniert, fühlen wir uns nie in eine von Stumpen verqualmte Ländlerstube versetzt, sondern eher auf eine Landstrasse Richtung Süden.

Folk und Sehnsucht

Es gibt Kompositionen, in denen die Volksmusik des Ostens anklingt, jazzige Elemente einfliessen oder gar das Kunststück gelingt, mediterranen Inspirationen einen Schuss Keltisches zu geben und das Ganze mit einem südafrikanisch anmutenden Brotherhood-Groove („Vista Sul Mare“) zu kreuzen. Ein Pionier ist Brun mit den langsamen Sehnsuchts-Weisen auf dem Örgeli, wie sie in der traditionellen Textur kaum vorkommen. „Längi Zyt“ ist genau das: Sehnsucht/Heimweh pur. Auch „Schnee“ oder „Starrenwang“ sind Stücke, die selbst ein unverbesserliches Raubein weich klopfen könnten.

Schon in den Siebzigerjahren, zur Zeit der Folk-Bewegung, hat Brun heimatliches Material interpretiert, kombiniert mit Volksmusik aus anderen Ländern. Er war viel unterwegs, musizierte auf der Strasse, lebte und erlebte. Ohne solche Erfahrungen würde auch sein NAH Trio nie so klingen: Eine von Fernweh getriebene Schweizer Folklore eigener Prägung, die im tiefsten Innern tatsächlich Folk ist.

Pirmin Bossart
Neue Luzerner Zeitung

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Nach dem Aufstieg

«NAH-Aufnahmen» ist die erste CD von Albin Bruns NAH-Trio. Diese 17 Aufnahmen gewinnen einen ganz eigenen, unverstellten Blick auf das, was man nur aus Tradition die Tradition nennt, und bilden schlicht eine der herausragendsten Platten der «neuen Schweizer Volksmusik» der letzten 15 Jahre. In diesen Aufnahmen blutet das Heimweh, dieses Fernweh der Globalisierten, aber natürlich auch das richtige Fernweh, das nach dem Meer.

«Schnee» ist solch eine Nahaufnahme. Ein Handörgeli kartoffelt, und die Tuba erzählt von den grossen Schiffen, die hinausfahren: ein Panorama von Nähe und Weite, das erblickt, wer die stotzigen Wege der Volksmusik erklommen hat. Ein wunderbares Stück Musik. Die anderen dieser 17 «NAH-Aufnahmen», meist Eigenkompositionen des Luzerners Albin Brun, stehen dem in nichts nach. Diese Musik ist kein Heimetli, sondern eine belebte, eine rauchige statt urchige Wirtsstube. Da, wo der Kachelofen war, steht Andy Aegerters Schlagzeug und schlägt aus, bevor der Tanz zu volkstümelnd wirkt. Marc Unternährer sitzt mit der Tuba am Tisch und entbietet einen Alpsegen oder mimt die Selbstgewissheit der Bassgeige, und man hört das Leben auch in Albin Bruns gedrungenem Spiel auf dem Schwyzerörgeli, in dem das Schnaufen drin steckt, das Klappern. Brun spielt eckig oder flink, aber immer mit diesem Ziehen in den Falten, diesem gequetschten Luftzug, aus dem das Örgeli schon immer seinen Heimatklang gewann und der im ersten Stück treffend «Längi Zyt» heisst.

Doch die lange Zeit wird vertrieben mit Groove, und so ist die Tuba in «Zwitterpartie» wie der Unspunnenstein, dieses Denkmal der Folklore-Dichtung, der, in den See geworfen, rhythmische Kreise zieht und in Gravität versinkt. So weit wurde er noch nie geworfen.

Christoph Fellmann
NZZ 

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Ein Hoch dem Örgeli

Ein frischer Beitrag zur „Neuen Volksmusik“, ohne Volkstümelei, aber auch fern von Verjazzungsbemühungen. In raffinierter Schlichtheit, ungekünstelter Ehrlichkeit, unprätentiös und einfach gut.

Urs Hangartner
Apero

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